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Taucherstaffel der Berufsfeuerwehr

Taucher der Feuerwehr bei einer Übung
Taucher der Feuerwehr bei einer Übung.
Die Taucherstaffel der Berufsfeuerwehr Trier besteht derzeit aus 18 Feuerwehrtauchern, vier Feuerwehrlehrtauchern und elf Signalmännern beziehungsweise Taucheinsatzführern.

Die Ausübung des Feuerwehrtauchens wird neben den Aufgaben im Brandschutz als Zusatzfunktion wahrgenommen. Die Ausbildung zum Feuerwehrtaucher umfasst 35 Unterrichtsstunden Theorie und 20 Stunden Praxisschulung. Außerdem müssen bis zur Prüfung 50 Tauchgänge absolviert werden.

Die Aufgaben eines Feuerwehrtauchers umfasst das Suchen und Retten von Personen, das Bergen von untergegangen Fahrzeugen oder Gegenständen und das Durchführen verschiedenster Arbeit unter Wasser. Um für den Ernstfall gewappnet zu sein, müssen die Taucher regelmäßig Tauchstunden unter Realbedingungen absolvieren. Die Taucherstaffel wird durchschnittlich ein- bis zweimal im Monat zu Einsätzen gerufen, besonders in den Sommermonaten steigt das Einsatzaufkommen durch Badeunfälle.

Der Einsatzbereich der Taucherstaffel umfasst den gesamten ehemaligen Regierungsbezirk Trier – neben der Stadt also auch die Landkreise Trier-Saarburg, Bernkastel-Wittlich, Vulkaneifel und den Eifelkreis Bitburg-Prüm. Das Haupteinsatzgewässer der Taucherstaffel ist die Mosel. Mit ihrem hohen Aufkommen an Binnen- und Sportschifffahrt, den zahlreichen Schleusen und der viel befahrenen Bundesstraße entlang der Mosel bietet diese ein enormes Spektrum an diversen Taucheinsätzen. Neben der Mosel zählen ebenfalls die Wasserstraße Saar, die Eifelmaare sowie Talsperren, Seen und kleinere Flüsse für abwechslungsreiche Einsätze. Es kann jedoch auch zu Alarmierungen zur Unterstützung ins benachbarte Saarland und nach Luxemburg kommen.

Für einen Tauchereinsatz benötigt es mindestens vier Personen: Den Taucheinsatzführer, den Sicherheitstaucher, den Einsatztaucher und den Sicherheitstaucher. Der Gesundheitszustand eines Tauchers wird jährlich durch die arbeitsmedizinische Untersuchung G 31-Überdruck (Tauchtauglichkeitsuntersuchung) durch einen Arzt festgestellt.

Die Ausrüstung eines Feuerwehrtauchers beträgt insgesamt etwa 45 Kilo. Als Schutzanzug wird ein Neopren Tauchanzug verwendet, zudem trägt jeder Taucher schnittfeste Füßlinge, Neopren Handschuhe und Kopfhaube, als Schutz gegen Kälte und scharfkantige Gegenstände. Weiter gehören ein Messer, ein Tauchcomputer, das Gewichtssystem, Flossen und die Signalleine zur Ausrüstung. Abschließend das Tauchgerät, eine Pressluftflasche mit Druckminderer und Lungenautomat, der an die Vollgesichtsmaske angeschlossen ist, mit einem Gewicht von rund 30 Kilo.

 
Bildergalerie
  • Taucher der Feuerwehr bei einer Übung
  • Ein Taucher schwimmt in der Mosel neben einem Auto, das gerade herausgezogen wird.
  • Die Taucherstaffel übt bei jedem Wind und Wetter.
  • Ein Taucher schwimmt im Wasser.
  • Die Ausrüstung eines Tauchers wird kontrolliert.